Träume...  

Als ich in der 8. Klasse war, wollte ich unbedingt für zwei oder drei Wochen nach England oder Frankreich, aber das wurde von unserer Schule nicht angeboten. Ich habe immer gehofft, dass das dann noch im 9. oder 10. Schuljahr klappt, bis eine Schwimmkameradin ein Jahr in den USA war. Wir haben uns regelmäßig geschrieben, ich habe ihren Austausch von zu Hause mit großem Interesse verfolgt. So wurde ein früher noch schrecklicher Gedanke, so lange von zu Hause, der gewohnten Umgebung und den Freunden weg zu sein, ein immer erträglicherer und schönerer.
Ich fing an mir Informationsbroschüren zu besorgen. Zunächst dachte ich noch daran, nur ein halbes Jahr zu gehen, bis wir von Rotary gehört haben...

Hier gibt es allerdings nur die Möglichkeit, für ein Jahr weg zu gehen. Außerdem müssen meine Eltern auch Austauschschüler aufnehmen, für die Zeit, wo ich weg bin. Aber an den Gedanken hatten wir uns schnell gewöhnt.
Ich habe Ende 2001 das erste Mal bei unserem örtlichen Rotary Club Detmold-Oerlinghausen angerufen, um zu erfahren, wie ich mich bewerben soll. Mir wurde gesagt, dass es noch ein bisschen früh sei, im Juni würde das reichen.

 
 

 

 

Klick zum vergößern

 
     
... werden Wirklichkeit     

Gesagt-getan, im Juni habe ich dann meine Bewerbung abgeschickt. Anfang September wurde ich zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Einige Zeit später erhielt ich die Zusage!
Dann ging es los: ca. 15 Seiten "Applikation" ausfüllen. Unter anderem Dinge wie: Berufe der Eltern, Gesundheitszeugnis, Bewertungen der Lehrer, Fotos und drei Seiten über mich. Außerdem sollten wir drei Wunschländer angeben, wovon nur eins englischsprachig sein durfte. Ich hatte mich für Australien, Venezuela und Thailand entschieden. Die Unterlagen gingen an Rotary Deutschland und dann in die von dort ausgewählten Gastländer, in meinem Fall Thailand. Meine Gastfamilie hat auch ein Exemplar bekommen, damit sie wissen, wer zu ihnen kommt.

Dann kamen die ersten Austauschtreffen. Kurz nach dem ersten Treffen, Ende des Jahres habe ich erfahren, dass ich nach Thailand komme. Im März und Mai hatten wir Vorbereitungswochenenden, die von Rotex organisiert wurden. Wir wurden in Ländergruppen aufgeteilt und auf das, was uns erwartet, vorbereitet. Wir konnten Fragen stellen und haben Rhetoriktraining, für unsere in den Gastländern zu haltenden Vorträge, gemacht. Auf dem letzten Treffen im Juni wurden noch Fragen über Versicherung, Reisegepäck und alles andere geklärt, was noch offen stand.

 

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